Behandlungsprinzipien

Zielsetzung der Ergotherapie ist das Wiedererlangen sowie der Erhalt der Handlungsfähigkeit und damit größtmöglicher Selbständigkeit und Unabhängigkeit von Hilfen und Hilfspersonen im täglichen Leben und im Beruf.

Wenn nach sorgfältiger Prüfung, irreversible Schädigungen deutlich werden, werden individuelle Kompensationsmöglichkeiten angestrebt.

Auf Wunsch der Betroffenen nehmen Ergotherapeuten auch Kontakt zu Institutionen wie Beratungsstellen, Tageskliniken, Tagesstätten, Pflegediensten oder Selbsthilfegruppen auf, um erforderliche Maßnahmen abzustimmen.

Um sinnvolle Therapieziele zu entwickeln, steht zu Beginn der Behandlung die Befunderhebung, aus der sich die Behandlungsziele ergeben.

Therapieerfolge werden mit standardisierten Messverfahren, und Verlaufskontrollen überprüft.

Die Behandlung gilt als abgeschlossen, wenn die zu erwartenden, vereinbarten Behandlungsziele erreicht wurden.

Gegebenenfalls können auch weitere Ziele für die Fortsetzung der Therapie direkt oder einem späteren Zeitpunkt definiert und verfolgt werden.

Sollte sich aus der Befunderhebung keine Indikation für ergotherapeutische Maßnahmen ergeben, werden der Patient und der behandelnde Arzt sofort in Kenntnis gesetzt. Die Therapie wird dann abgebrochen.

Notwendig ist die Dokumentation des Behandlungsverlaufes, die dem behandelnden Arzt übermittelt wird. Spezielle Dokumentationen z. B. bezüglich der Alltagsleistungen, Arbeitsfähigkeit in Ergänzung von Gutachten usw. werden auf Anfrage erstellt.

Viele Behandlungsstrategien haben keine allgemein gebräuchlichen Bezeichnungen, werden aber dokumentarisch erfasst und erklärt.

Übliche Behandlungsverfahren

Bobath, Affolter, Johnstone, PNF